36,51 Cent pro Kilowattstunde Strom. Das ist der Durchschnittspreis 2025, und er wird nicht sinken. Denn selbst wenn die Großhandelspreise sich seit dem Schock von 2022 beruhigt haben, sorgen Netzentgelte, CO₂-Bepreisung und staatliche Umlagen dafür, dass die Rechnung hoch bleibt.
Was Strom und Gas wirklich kosten
Die Energierechnung ist längst keine lineare Funktion des Verbrauchs mehr. Grundgebühren, Netzentgelte und staatliche Abgaben machen einen festen Sockel aus, der unabhängig davon anfällt, ob du sparsam heizt oder nicht.
| Posten | Single (wenig Verbrauch) | Familie (hoher Verbrauch) | Preis 2025 |
|---|---|---|---|
| Strom | 40 – 44 EUR/Monat | 106 – 117 EUR/Monat | 36,51 ct/kWh |
| Erdgas | 59 EUR/Monat | 151 EUR/Monat | 13,98 ct/kWh |
| Wasser & Abfall | 20 EUR/Monat | 30 – 35 EUR/Monat | ~2,05 EUR/m³ |
Für eine Familie summiert sich das auf 280 bis 300 EUR im Monat, nur für die Grundversorgung. Das ist mehr als der durchschnittliche Haushalt für Freizeit, Sport und Kultur zusammen ausgibt (260 EUR).
Der CO₂-Preis: Stiller Kostentreiber
2025 liegt der CO₂-Preis bei 55 EUR pro Tonne. Das klingt abstrakt, bis man es auf die Gasrechnung umrechnet: rund 1,19 Cent pro Kilowattstunde zusätzlich. Bei einem Jahresverbrauch von 15.000 kWh (typische Gasheizung, Altbau) sind das knapp 180 EUR im Jahr. Nur durch die CO₂-Abgabe.
Ab Januar 2026 steigt der Preis weiter. Die Auswirkungen auf Sprit: ca. 0,5 % höhere Kraftstoffkosten. Klingt wenig, addiert sich aber über ein Jahr Pendeln schnell auf.
Das Ziel dahinter (Klimaneutralität) ist richtig. Aber der Weg dahin hat einen Preis, und der steht auf deiner Nebenkostenabrechnung.
Deutschlandticket: 5 EUR mehr ab 2026
Das Deutschlandticket war ein Erfolg. 33 % der ÖPNV-Nutzer haben es. Für 49 EUR im Monat bundesweit Bus und Bahn, das war ein Angebot, das funktioniert hat.
2026 wird es teurer. Voraussichtlich 54 EUR, also 60 EUR mehr im Jahr. Kein Dealbreaker, aber ein Signal: Auch subventionierte Mobilität wird schrittweise teurer.



