3.032 EUR pro Monat. So viel gibt ein durchschnittlicher deutscher Haushalt für den privaten Konsum aus, laut der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2023, veröffentlicht am 9. Dezember 2025. Die größte Erhebung dieser Art, 54.000 Haushalte, und das erste vollständige Bild davon, wie Energiekrise und Lebensmittelpreise den deutschen Konsum dauerhaft verändert haben.
Die große Verteilung
Wohnen frisst alles. 37,5 % des Budgets (1.137 EUR) gehen für Miete, Energie und Instandhaltung drauf. Danach kommt Essen mit 436 EUR (14,4 %), gefolgt von Mobilität mit 347 EUR (12 %). Zusammen sind das schon fast zwei Drittel. Für Freizeit, Kultur, Restaurants und alles andere bleibt der Rest.
| Kategorie | Monatlich (EUR) | Anteil |
|---|---|---|
| Wohnen, Energie, Instandhaltung | 1.137 | 37,5 % |
| Lebensmittel, Getränke, Tabak | 436 | 14,4 % |
| Verkehr & Mobilität | 347 | 12,0 % |
| Freizeit, Sport, Kultur | 260 | 8,6 % |
| Gastronomie & Unterkunft | 206 | 6,8 % |
| Information & Kommunikation | 142 | 4,7 % |
| Gesundheit & Pflege | 118 | 3,9 % |
| Kleidung & Schuhe | 111 | 3,6 % |
| Bildung & sonstige Dienstleistungen | 275 | 9,0 % |
Was in dieser Tabelle nicht steht: der Puffer, der früher mal da war. Wer 37,5 % seines Einkommens allein fürs Wohnen ausgibt, hat kaum noch Spielraum für spontane Ausgaben oder Rücklagen. Die Sparkasse bestätigt: Mehr als die Hälfte des Budgets entfällt mittlerweile auf Wohnen und Lebensmittel.
Durchschnitt ist nicht Realität
3.032 EUR klingt nach einer Zahl, mit der man arbeiten kann. Aber sie verschleiert mehr, als sie zeigt.
Ein Single-Haushalt kommt auf 1.833 bis 1.918 EUR. Klingt weniger, ist relativ aber härter. Fixkosten wie Internet, Strom-Grundgebühr und Versicherungen lassen sich nicht teilen. Laut myStipendium gibt ein Single oft 75 % des Nettoeinkommens für Lebenshaltung aus. Im Schnitt über alle Haushaltstypen sind es 55 %.



